Gedächtnis. Gelesenes behalten

CLD07GGFehlender Sinn verhindert das Behalten von neuen Informationen …

Viele Menschen fragen sich, warum es eigentlich oft so schwierig ist, sich wichtige Informationen einzuprägen.
Für Schüler ist das eine Alltagserfahrung, aber auch im Berufsleben fällt vielen das Lernen ausgesprochen schwer. Und auch wenn man es im Büro nicht mehr so nennt – wir müssen uns ständig Informationen aus Emails, Reports, Fachzeitschriften, Memos und zig anderen Informationsquellen merken und vieles will einfach nicht im Kopf bleiben.

Warum ist das so?

Ein ganz wichtiger Grund dafür ist, dass die meisten Menschen nicht das Gefühl haben, diese Informationen haben irgendetwas mit Ihnen selbst zu tun – Sie sind vielleicht theoretisch wichtig oder für den Chef, aber nicht für mich.

Ein einfaches, klassisches Beispiel – merken Sie sich mal schnell folgende Zahlenreihe:

2,3,1,4,2,1,2,3,4

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Ihnen das schwerfällt und die Erklärung dafür ist einfach: Die Aneinanderreihung von Zahlen ergibt keinen Sinn, sondern ist für das Gehirn völlig bedeutungslos und langweilig. Oder anders ausgedrückt – unbewusst ist Ihnen klar, dass Sie nichts davon haben, wenn Sie sich eine Zahlenreihe merken.

Jetzt versuchen Sie sich folgende Geschichte zu merken …

Ein Mann sitzt auf einem Barhocker und isst ein Hähnchenschenkel. Kommt ein Hund vorbei und klaut dem Mann das Hähnchenbein. Darauf wird der Mann böse, nimmt den Hocker und haut den Hund.

Das hat wahrscheinlich auch nicht viel mit Ihren Zielen zu tun, aber es knüpft an allgemeine Lebenserfahrungen an und die Geschichte macht SINN. Und wenn Sie sich jetzt die Zahlenreihe nochmal anschauen, dann merken Sie, dass sich hinter diesen Zahlen diese Geschichte verbirgt – nur war das auf den ersten Blick natürlich nicht erkennbar.

Neurowissenschaftler wissen es schon lange…
Die Suche nach Sinn ist dem Menschen angeboren…

Anders ausgedrückt – wenn Ihr Gehirn neue Informationen angeboten bekommt, dann versucht es automatisch und praktisch immer, diese mit bisherigen Erfahrungen oder besser noch mit den eigenen Zielen in Verbindung zu bringen. Wir wollen das Neue mit Vertrautem verknüpfen und unser Gehirn möchte herausfinden, ob das neue Wissen uns in irgendeiner Form das Überleben sichert. In unserer heutigen Lebenswirklichkeit heißt das natürlich eher, wie diese Informationen unser Leben verbessern könnten.

Diese Vorgänge laufen unbewusst ab und wir haben darüber keine wirkliche Kontrolle. Aber sie entscheiden stark darüber, ob unser Gehirn bereit ist diese neuen Informationen abzuspeichern oder nicht. Anders ausgedrückt: Wenn unser Unbewusstes entscheidet, diese Information bringt uns nichts, dann vergessen wir sie sofort wieder – und das ist eben oft nicht gewollt und bringt uns in Schwierigkeiten.

Im Grunde ist es ganz einfach – wenn es Ihnen nicht gelingt, in dem Gelesenen irgendeinen Sinn zu erkennen, dann spielt Ihr Gedächtnis nicht mit.

So nutzen Sie diese Erkenntnis in der Praxis:

Je mehr es Ihnen gelingt, das was Sie lernen wollen, mit persönlichen, sinnvollen Erfahrungen zu verknüpfen, desto mehr ist Ihr Gehirn beteiligt und desto besser speichern Sie das neue Wissen ab.

Und der beste Weg dahin sind folgende Fragen:

Warum lese ich das hier?

Was kann ich mit dem Gelesenen anfangen?

Wie kann ich das neue Wissen so benutzen, dass es mich meinen Zielen näherbringt?

Wie könnte ich es praktisch anwenden?

Lesen Sie ab heute keinen Text, keine Email, keinen Artikel mehr, ohne sich diese Fragen zu stellen. Sie werden merken – jeder Text, bei dem Sie eine sinnvolle Antwort auf wenigstens eine dieser Fragen finden, wird sich um Klassen besser abspeichern lassen, weil Sie MIT Ihrem Gehirn arbeiten und nicht GEGEN die natürlichen Funktionsweisen Ihres Gehirns.

Im Centered Learning Lernsystem verwenden wir einen noch sehr viel wirkungsvolleren Prozess, den wir Centering nennen. Vor allem bei längeren Texten ist er extrem effektiv, weil er Sie in wenigen Minuten 1. an den optimalen Einstiegspunkt im Material führt und Sie 2. in den optimalen „Lernzustand“ bringt. Ihr Gehirn kommt dadurch in einen Zustand der erwartungsvollen Wachheit und Neugierde – anders ausgedrückt, Sie sind plötzlich intrinsisch motiviert und lesen nicht mehr widerwillig und gelangweilt.

Fühlt sich nicht nur besser an, sondern funktioniert auch viel besser icon wink

Mehr dazu hier >> Leseprobe des Centered Learning Selbstlernkurses.


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