Was bringt Speed Reading wirklich?

Mann Erfolg Wiese Lernen zu lernen oder lernen schneller zu lesen – das macht man ja nicht aus Jux und Dollerei, sondern das hat meist einen handfesten Grund: Sich das Leben zu erleichtern und vor allem schneller voran zu kommen. Im Studium, in der Weiterbildung, in der Karriere…
Aber ist das wirklich so? Bringt zum Beispiel SpeedReading wirklich was? Ich habe einen unserer Kunden gefragt, der sich seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigt. Hören Sie hier das Interview mit Pietro Mannino…

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Für den Fall, dass Sie das Interview nicht hören können – hier die Abschrift icon wink

Interview mit Pietro Mannino Januar 2011

Tom:
Womit befassen Sie sich den Tag über?

Pietro:
Tagsüber arbeite ich in der Beschaffung einer pharmazeutischen Unternehmung in der Schweiz. Da kümmere ich mich um Verträge mit Lieferanten, um den Einkauf, um den ganzen Zahlungsprozess, um Lieferantenbetreuung.

Tom:
Sie haben ja praktisch alles ausprobiert, was wir anzubieten haben.

Lassen sie uns anfangen mit dem SpeedReadingTrainer, das ist eine Software, mit der man sein Lesetempo beeinflussen kann.

Mit welchem Lesetempo haben sie angefangen?

Pietro:
Ich habe angefangen mit rund 350 Wörtern pro Minute, weil ich SpeedReading eigentlich schon kannte, aus einem Buch von Tony Buzan und durch den SpeedreadingTrainer, den ich jetzt schon das dritte Mal durchmache, konnte ich mich verbessern auf 670 Wörter pro Minute.

Mein Ziel ist zwischen 700 und 800 Wörter pro Minute bei sehr gutem Verständnis.

Tom:
Das ist ein wichtiger Punkt. Sie sagten, Sie haben schon mal ein Buch gelesen über SpeedReading. Was ist denn der Grund dafür, dass das nicht so richtig funktioniert hat?

Pietro:
Die alten Muster konnte ich irgendwie nicht abwerfen. Auch die Subvokalisation habe ich irgendwie nicht weggebracht. Manchmal hat es besser funktioniert, manchmal schlechter.

Ja, das war eigentlich der Grund. Dann ging ich immer wieder nach vorne an den Anfang des Textes, weil ich dachte, ich verstehe das irgendwie nicht, so hing ich immer wieder an den üblichen Stolpersteinen beim Schnelllesen.

Die habe ich jetzt mehr oder weniger abwerfen können.

Tom:
Was ist denn der größte Vorteil von einem solchen Softwareprogramm gegenüber dem Buch?

Pietro:
Die Software führt einen Schritt für Schritt von einfach bis immer schwieriger, immer Schritt für Schritt. Die Software macht es einem fast vor, wie man lesen muss, zum Beispiel mit diesem schwarzen Balken, oder Buchstaben, die man verfolgen muss mit den Augen. Auch die Augentrainings. Das hatte man zwar im Buch auch, das ist aber nicht dasselbe wie die verschiedenen Übungen, wie sie in der Software angeboten werden.

Von daher ist das mit der Software sehr gut. Ich habe keine Augenschmerzen mehr beim Lesen, das hatte ich vorher noch.

Ich denke der Vorteil ist, dass man Stück für Stück navigiert wird.

Tom:
Wieviel Arbeit war das denn? Sie sind jetzt von 350 auf 670 Worte pro Minute gekommen, wieviel Zeit haben Sie dafür investieren müssen?

Pietro:
Für den SpeedReadingTrainer alleine etwa 10 – 15 Minuten pro Tag für jede Lektion. Am Anfang etwas länger, weil ich etwas länger brauchte für die Ausgleichsatmung. Jetzt habe ich die ziemlich gut drauf und kann sie in ein bis zwei Minuten durchführen.

Tom:
Was nützt ihnen jetzt diese Fähigkeit schneller zu lesen im Alltag?

Pietro:
Das fängt im Zug an. Da kann ich viel schneller ein Buch lesen, und ich konzentriere mich auch wirklich nur auf die Sachen, die mich speziell interessieren. Auch die Zeitung geht viel viel schneller für mich. Ich merke einfach, ich bin früher fertig.

Früher habe ich für eine Zeitung bis zu 2 Stunden aufgewendet, heute ist es bedeutend weniger. Auch die Verträge, die ich mit Lieferanten aushandle, da kann ich wirklich ziemlich rasch durchlesen, also ich bin effizienter geworden in der ganzen Sache.

Auch die hunderte von E-Mails, die ich bekomme, das geht viel schneller. Ich muss nicht mehr Wort für Wort nachschauen, das mache ich heute nicht mehr.

Tom:
Und Sie haben auch nicht das Gefühl, dass Sie jetzt den Inhalt nicht mehr mitkriegen?

Pietro:
Nein, nein, überhaupt nicht. Ich habe eher das Gefühl, ich konzentriere mich eher auf das Wesentliche. Da ich ja schneller durch den Text gehe, habe ich das Gefühl, ich werde dorthin geführt, wo wirklich das Wesentliche steht. Das hängt natürlich auch mit den Zielen zusammen, die man sich vorher selbst setzt. Und wenn ich dann doch das Gefühl habe, dass ich nicht alles verstanden habe, lese ich es schnell noch etwas durch, aber das kommt sehr sehr selten vor.

Tom:
Das zweite, was Sie von uns ausprobiert haben, ist der sogenannte Selbstlernkurs. Das ist ja das Centered Learning System in einem schriftlichen Kurs über 14 Tage. Wann haben Sie die Zeit gefunden, den zu machen, denn das ist ja etwas mehr Arbeit als 10 Minuten pro Tag?

Pietro:
Ja, das ist so. Ich habe mir vor allem am Abend nach der Arbeit habe ich mich hingesetzt bevor ich nachhause ging, weil zuhause ist es mit den Kindern nicht so gut machbar. Also setze ich mich in ein Sitzungszimmer und komme dann etwas später nachhause. Manchmal auch über den Mittag, aber das hat nicht immer so gut geklappt, aber am Abend nach der Arbeit konnte ich mir diese dreiviertel Stunde Zeit nehmen.

Tom:
Warum hat sich der Selbstlernkurs gelohnt für Sie?

Pietro:
Der Selbstlernkurs hat sich gelohnt, weil ich mir das erstens selber einteilen kann. Zweitens: ich habe durch den Selbstlernkurs gelernt, diese einzelnen Puzzleteile wie zum Beispiel Gedächtnistraining, Mindmapping, Visualisieren, Schnelllesen – das hat mir ein genaues Bild gegeben. Ich habe es jetzt wirklich verstanden.

Früher war das so – ja, MindMaps mache ich schon länger, die kenne ich schon, Gedächtnistraining habe ich auch schon mal ausprobiert, aber jetzt ist das bei mir in einem ganzen Komplex zusammen. Es ergibt jetzt ein Bild. Das hat mir sehr geholfen.

Tom:
Wo wirkt sich das bei Ihnen im Alltag positiv aus, dass sie das gemacht haben?

Pietro:
Ich möchte jetzt etwas Neues lernen. Das geht Richtung Psychologie, Trance und so weiter und das hilft mir jetzt, diese Bücher besser zu verschlingen. Ich bin sehr neugierig auf neue Gebiete, neue Dinge zu lernen, und dafür kommt mir das sehr zugute.

Tom:
Wem würden Sie diese Dinge, die sie jetzt bei uns ausprobiert haben, empfehlen?

Pietro:
Ich würde das Menschen empfehlen, die studieren, oder studieren möchten, aber auch Schüler, die können das sehr gut gebrauchen. Gerade auch in der Oberstufe könnte es Schülern helfen, wieder Freude am Lernen zu haben. Ich erlebe das bei meinen eigenen Kindern, die in der Oberstufe sind.

Wobei es in diesem Alter etwas schwierig ist, so etwas zu akzeptieren, aber ich denke, wenn man dort ansetzen würde, und das ein bisschen proaktiv machen würde, würde das sehr sehr helfen.

Tom:
Sie sind ja aber gar kein Schüler mehr, haben große Kinder und sind im Beruf und Ihnen hat es trotzdem etwas gebracht, oder

Pietro:
Auf jeden Fall. Die Auffassungsgabe ist dadurch beschleunigt. Die Bücher und die neuen Themen, die ich mir aneignen möchte, das geht viel schneller und ich denke, ausgelernt hat man sowieso nie ob man jetzt Schüler ist, oder in der Arbeitswelt tätig ist oder was auch immer oder eine Weiterbildung macht. Das hilft enorm.

Tom:
Vielen Dank für das Gespräch. Das war jetzt auch für mich noch einmal spannend, vor allem zu hören, wo sich das im Alltag auswirkt. SpeedReading oder SpeedLearning sind ja keine Selbstzweck, sondern das hat ja eigentlich nur den Sinn, bestimmte Dinge, die man erreichen will, zu beschleunigen, zu vereinfachen, und den Stress rauszunehmen.

Mehr dazu hier:

http://centered-learning.de/produkte/speedreadingtrainer/

Haben Sie Erfahrungen mit Speed Reading? Dann schreiben Sie mir doch einen kurzen Kommentar!


3 Beiträge zum Artikel “Was bringt Speed Reading wirklich?”

  1. Martin  on Mai 29th, 2011

    Hallo Tom,
    als ich vor einigen Jahren (wahrscheinlich schon) den (alten) Speedreadingtrainer gekauft habe, bin ich mit gut 100 WpM angefangen. In der Zeit habe ich mit dem SRT geübt, aber nicht wirklich eine merkliche Verbesserung feststellen können. Gerade beim Test hatte ich 200 WpM. Mathematisch könnte man von einer Verdopplung sprechen, aber hey, andere fangen mit 350 WpM an …
    Da ich eigentlich selten längere Texte lese und Bücher quasi hasse – es ärgert einen schon, wenn man nach einiger Zeit die Einführung durch hat und merkt, dass da gar nichts drin stand – ist es bei mir wahrscheinlich besonders schwierig. Man würde sich ja auch keinen Kinofilm in halber Geschwindigkeit ansehen wollen.
    Ich komme von der Subvokalisation nicht runter. Bei 200 WpM merke ich, dass ich ‘schnell’ lese. Und auf Grund dessen ist da für mich irgendwo knapp über 200 WpM eine Grenze, über der man mit dem Sprechen nicht mehr mitkommt.
    Wenn du speziell zur Subvokalisation noch nen Tipp hättest, den man vielleicht sogar immer mal zwischendurch in den Alltag einbauen kann, wäre das echt genial.

    Grüße, Martin

  2. Tom  on Mai 26th, 2011

    Hmmhh – irgendwie scheint sich dein neues Lesetempo nicht so richtig integrieren zu wollen…

    Ich würde folgendes machen – das ist mit dem SRT ja ganz einfach.

    Plan dir 2-3 Mal eine Erfolgssicherungs-Session mit dem SRT pro Woche ein. Dauert weniger
    als 10 Minuten und das würde ich mal eine Weile machen.

    Dann versuch dich VOR dem Lesen daran zu erinnern, nicht faul und langsam zu werden,
    sondern BEWUSST die Intention zu setzen, an deiner Leistungsgrenze zu lesen.

    Das ist ein ganz wichtiger Punkt – sich bewusst daran zu erinnern nicht in alte
    Gewohnheiten wieder zurück zu fallen.

    Versuch das mal und berichte mir dann wie’s läuft, ok?

    Besten Gruß!
    Tom

  3. Christian  on Mai 26th, 2011

    Hallo Tom,

    ich habe mir vor ca. 3 Jahren ein Buch über Speedreading gekauft. Ich habe 3 Wochen lang jeden Tag 30 Minuten Trainiert. Meine Lesegeschwindigkeit startete damals bei so 180-200 wpm. Nach dem Training war ich bei 315 wpm. Nach ein paar wochen, war ich wieder zurück auf 180-200 wpm. Ein Jahr später, las ich das Buch nochmal und machte das Training nochmal. Selber effekt.
    Dann vor ca. 1 Jahr habe ich den SpeedReading Trainer online für 3 Monate gebucht und jeden Tag 10 Minuten trainiert. Meine Lesegeschwindigkeit ist von 180-200 auf ca. 300-350 wpm gestiegen. Paar wochen nach den 3 Monaten, war ich wieder zurück auf 180-200 wpm. Jetzt habe ich grad meine aktuelle Geschwindigkeit gemessen und bin auf 195 wpm gekommen. Seit dem Speedreadingtrainer online habe ich das Training aufgegeben. Entweder es liegt an mir oder es liegt an der Technik (Im Buch oder des Speedreadingtrainers)
    Ich hab keine Ansatzpunkte mehr, aber will Speedreading nicht aufgeben, weil ich die Fähigkeit schneller zu lesen so dringend bräuchte.

    Grüße
    Christian


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