Sind Sie jemals mit Ihrem Hund über den Atlantik geflogen?

DSC 0122 kleinWenn nicht, dann haben Sie was verpasst icon wink

Wie Sie vielleicht wissen, haben wir einen Hund namens Lenny und fliegen mindestens vier Mal pro Jahr zwischen den USA und Deutschland hin und her. Und natürlich kommt Lenny immer mit…

Alle denken immer, die Impfungen seien das Problem. Sind sie aber gar nicht. Wenn man sich halbwegs organisiert und die Fristen einhält, ist das ein Besuch beim Tierarzt pro Jahr, fertig.

Das wirkliche Problem ist etwas ganz anderes: die Transportkisten, in denen die Hunde fliegen. Besonders wenn man einen etwas größeren hat so wie wir.

Eigentich braucht man nur einen davon, aber wir haben inzwischen sechs. Wir haben ein paar wieder verkauft, weil die so teuer sind, aber vor ein paar Wochen haben wir unseren sechsten gekauft.

Und so ging das los…

Ungefähr vor 8 Jahren bin ich rüber nach Holland gefahren und habe mir dort meine erste Kiste gekauft. Und zwar von einer holländischen Familie, die genauso einen Hund hatte wie ich, einen Hovawart. Also bin ich davon ausgegangen, das wird schon alles stimmen, hab meinen Hund eingeladen und bin nach San Francisco geflogen.

Für die Rückkehr nach Deutschland hatte ich einen Flug von Portland in Oregon gebucht, der zu nachtschlafender Zeit morgens abheben sollte.

Trish, ich und Lenny tauchen also morgens um 4 Uhr am Schalter auf und alles läuft gut, bis die Schalterdame plötzlich sagt:

„Sie können fliegen, aber Ihr Hund bleibt hier.“

„Wie bitte?“

„Ihr Kiste ist zu groß, der Hund kommt nicht mit, habe ich Ihnen doch gerade gesagt!“

Mir war überhaupt nicht nach Witzen zumute an diesem Morgen. Ich musste gegen meinen Willen das Land und meine neu gefundene Freundin verlassen und war hundemüde. Sonst bin ich eigentlich ein ausgeglichener Mensch, aber da war ich in Sekunden auf 180.

Zum Glück war Trish dabei, die sich gerade  viel mit Mediation beschäftigt hatte und konnte das eigentliche Problem herausfinden: Die Frachtluke meines Flugzeugs war zu klein für die Kiste.

dog crate

Also sind wir losgefahren, um gegen 5 Uhr morgens in einer fremden Stadt eine kleinere Kiste zu finden. Und da Wall-Mart ja rund um die Uhr aufhat, ist uns das sogar gelungen.

Jetzt hatten wir schon mal zwei.

Das nächste Mal wollte ich mit Lufthansa von Frankfurt nach San Francisco fliegen. Die Lufthansadame ging nachdenklich um meinen Wall-Mart-Kasten herum und sagte schließlich:

„Diese Kiste ist nicht groß genug für Ihren Hund. Sie brauchen einen größeren – ich glaube die verkaufen sie unten im Keller.“

Stimmt. Für 300 Euro.

Langer Rede kurzer Sinn, so ging das in den folgenden Jahren sicher noch fünf Mal hin und her. Schließlich haben wir entschlossen, nur noch mir Lufthansa zu fliegen, damit sich das Problem ein für alle Male löst.

Guter Plan.

Vor ein paar Wochen, am Abend bevor wir wieder von Washington nach Frankfurt fliegen wollten, sagt Trish:

„Hey Tom, ich mach schon mal die Webseiten auf, damit wir morgen früh gleich sehen können, ob sich was an den Abflugzeiten geändert hat.“

Gute Idee.

10 Minuten später höre ich: „Tom, ich kann unseren Flug nicht mehr finden. Er ist weg!“

Erinnern Sie sich? Ende Februar gab’s Streik bei der Lufthansa und darum wurden wir umgebucht auf United Airlines. Mit denen hatten wir das Thema Lenny-Kiste auch schon drei Mal und wussten darum, was auf uns zukommt:

Genau, eine neue Transportkiste.

Ich bin nicht 100% sicher, aber ich schätze, wir haben in den letzten Jahren sicher über 2000 Dollars und Euros (je nachdem wo wir gerade waren icon wink für neue Lenny-Kisten ausgegeben.

Außerdem kostet der Hund inzwischen 300,- Euro PRO FLUG. Also insgesamt mehr als unsere Tickets…

Wenigstens bekommt man seinen Hund nicht explodiert und tiefgefroren wieder, weil die Frachträume offenbar temperiert und druckausgeglichen sind..

Aber ob ich mir wirklich noch mal einen Hund so groß wie Lenny kaufen würde – ich weiß nicht…


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